Lebensversicherungen - Vorteile / Nachteile

Anleger, die neben "klassischen Anlageformen" (Anleihen, Aktien, Immobilien) auch ggf. erste Erfahrungen mit Immobilienfonds gesammelt haben, können mit Lebensversicherungsfonds eine weitere Möglichkeit der Risikostreuung nutzen.


Besonderheit von Lebensversicherungsfonds ist, daß in eine Vielzahl von "Objekten" investiert wird, so daß eine optimale Risikodiversifizierung erreicht wird. Darüber hinaus findet im Unterschied zu vielen anderen Fondsinvestments kein Werteverzehr bzw. Abnutzung der Investitionsobjekte statt, vielmehr wird auf eine kontinuierliche Wertsteigerung abgezielt.


Bei einem Investment in deutsche LV ist ein Verlust durch den Garantiezins der Versicherung so gut wie ausgeschlossen, bei britischen LV hingegen werden traditionell höhere Renditen erzielt - so liegen die durchschnittlichen Renditen bei 25 Jahren Laufzeit zwischen 10,9 % und 13,2 %. Darüber hinaus besteht eine 90 %-Absicherung durch einen von allen britischen Lebensversicherungen getragenen Feuerwehrfonds. Bei beiden LV-Formen hängt die Rendite des Anlegers in gewissem Maße von der Entwicklung der Aktienmärkte ab, erlaubt also diesbezüglich nur eine geringere Diversifikation als beispielsweise Immobilienfonds.


Bei US-Lebensversicherungen ist die Ablaufleistung garantiert, so daß ebenfalls nur ein extrem geringes Verlustrisiko besteht - der Anleger trägt lediglich das Langlebigkeitsrisiko (der versicherten Personen), da hiervon der Auszahlungszeitpunkt abhängt.


In allen Fällen besteht ein weiterer Renditehebel im möglichst günstigen Einkauf der gebrauchten Policen.


LV-Fonds sind im allgemeinen als Renditefonds konstruiert, so daß keine Verlustzuweisungsmodelle existieren.

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